Zucht

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Fragebogen für Welpeninteressenten
Wenn ihr Interesse an einem Welpen habt, dann könnt ihr den Welpenfragebogen ausfüllen uns zusenden. Damit sind von unserer Seite aus schon einige Fragen beantwortet.
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Datum Wurf Mutter Vater Rüden Hündinnen
26.03.2017 O FTW Speed'n Style Catching Piper TRIALER Huels' Hunters I am Flint 1

Gegründet wurde der Ihilien's Kennel 2011 und ist anerkannt von der FCL und der FCI. Ich züchte momentan als einzige in Luxemburg Labrador Retriever aus Leistungszucht.

Zucht ist mehr als nur die Verpaarung von zwei Hunden.... Es ist die sorgfältige Auswahl eines passenden Deckpartners, der seriösen Kontrolle und entsprechender Versorgung der Hündin vor, während und nach der Trächtigkeit, der bestmöglichen und liebevollen Aufzucht der Welpen, der Auswahl passender Welpenkäufer und auch die Begleitung der Welpenkäufer bis zum Tod des Hundes.

  • Zuchtziele

Wichtig bei der Zucht sind mir Gesundheit, Arbeitsfreude, Wesen und das Aussehen.

Ein Labrador sollte viel "will to please" mit sich bringen, genauso wie Ausdauer, Temperament und Trieb, was bei der Jagd und allen anderen Hundesportarten wichtig ist.

Ziel beim Wesen sind nervenfeste, intelligente, menschenbezogene, leichtführige, geländeharte und anpassungsfähige Hunde.

Alle Hunde sind auf HD, ED und OCD getestet, die Augen werden regelmässig kontrolliert und alle nötigen Gentests werden durchgeführt.

Was das Aussehen betrifft, so sollte ein Labrador immer noch wie ein Labrador aussehen, aber ich habe mich für die schlanken und sportlichen Arbeitslinien entschieden die sich nicht für Hundeausstellungen eignen, da sie körperlich nicht mit Showlabbis mithalten können. Labradors aus Arbeits- oder Field Trial Linien fallen durch ihre dunklere Farbe und einen leichteren Körperbau auf.

  • Der Deckrüde

Meiner Meinung nach muss der Deckrüde nicht nur optisch und genetisch zur Hündin passen. Beide Hunde sollten sich "sympatisch" sein, will heissen, lässt sich die Hündin nicht vom Rüden decken, beisst ihn weg und zeigt dass der Rüde ihr nicht gefällt wird ein Verpaarungsakt der Hündin auch nicht aufgezwungen.

  • Versorgung während der Trächtigkeit

Eine trächtige Hündin braucht genau wie eine schwangere Frau besondere Pflege. Alle nötigen Tierarztkontrollen werden gemacht, die Futterversorgung wird an die veränderten Bedürfnisse der Hündin angepasst und das Training langsam eingestellt. Am Ende der Trächtigkeit wird schon die Wurfkiste aufgebaut damit sich die Hündin schon einmal einleben kann.

  • Aufzucht der Welpen

Mit der richtigen Welpenaufzucht kann man als Züchter schon die Weichen für das spätere Verhalten und Wesen der Welpen stellen, denn nicht nur die genetischen Anlagen spielen eine Rolle. Wichtig sind auch die ersten 8 Wochen beim Züchter, nicht nur die Ahnentafeln der Elterntiere, deren Titel oder Prüfungen.

Bitte bedenken Sie dass sie bei Billigwelpen aus dem Internet nur den Tierhandel unterstützen und fallen Sie nicht auf die Fotos der süssen Welpen herein!!! Dass ein Welpe vom Züchter einen gewissen Preis hat, hat einen guten Grund!!!

Die Welpen haben sowohl einen Welpenauslauf im Haus als auch im Garten wo sie mit verschiedenen optischen und akustischen Reizen konfrontiert werden. Auch erste kleine Autofahrten werden mit den Welpen gemacht, der Kommpfiff wird ab dem Moment der Zufütterung aufgebaut sodass die Welpen mit 8 Wochen schon aus allen Situationen zurückkommen. Durch die Welpenbändchen werden sie von Anfang an an das Tragen eines Halsbandes gewöhnt.

  • Welpenkäufer

Die Welpen sind aus Leistungszucht, es sind also arbeitsfreudige Hunde die beschäftigt werden müssen. Egal ob es nun Dummy, Jagd, Agility, Mantrailing, Obedience, THS usw. ist. Mit 2 Spaziergängen pro Tag und Gartenhaltung sind die Hunde schnell unterfordert und Probleme sind vorprogrammiert. Es ist mir einfach wichtig dass etwas mit den Hunden gemacht wird, Sie werden auch mit dem Hund viel glücklicher sein, weil dieser ausgelasteter und ausgeglichener ist.

Ich erwarte von zukünftigen Welpenkäufern dass die Hunde in vollem Familienanschluss aufwachsen und auch leben dürfen, Zwingerhaltung lehne ich ab.

Bei Interesse an einem Welpen nehmen Sie einfach Kontakt mit mir auf. Ein persönliches Kennenlernen ist mir ebenfalls sehr wichtig und sicher möchten Sie ja auch die Hunde einmal kennen lernen.

Natürlich begleite ich Sie und ihren Hund auch ein Leben lang und stehe immer bei Fragen und Problemen zur Verfügung. Besonders freue ich mich auch über Fotos der Hunde in ihren neuen Familien.

Sehr wichtig ist mir ebenfalls dass die Welpenkäufer mit ihrem Hund an einem Wesenstest (12 Monate) teilnehmen, die Hunde mit 15 Monaten auf HD und ED röntgen und die Augen kontrollieren lassen. Diese Ergebnisse sind für mich als Züchter sehr wichtig, so kann ich sehen ob die von mir gewählte Verpaarung die richtige Entscheidung war.



Hier noch eine nachdenkliche Geschichte für alle zukünftigen Welpenkäufer:

Als ich noch ein Welpe war, unterhielt ich dich mit meinen Mätzchen und brachte dich zum Lachen. Du nanntest mich "dein Kind" und trotz einer Anzahl von gekauten Schuhen und einigen Sofakissen, die ich "ermordete", wurde ich dein bester Freund. Wann immer ich "ungezogen" war, zeigtest du mir mahnend den Zeigefinger und sagtest: "Wie konntest Du?" - aber dann hattest du dich sofort erweichen lassen und rolltest mich zur Seite, um meinen Bauch zu kraulen. Meine Aufenthalte in der Wohnung wurden während deines Studiums immer länger, aber ich riss mich zusammen. Ich erinnere mich an jene Nächte, als ich mich an dich im Bett ganze nahe anschmiegte und dir zuhörte, wie du im Schlaf gesprochen hattest und ich glaubte, dass das Leben nicht vollkommener sein könnte. Wir gingen in den Park, um dort lange spazieren zu gehen oder um herumzutollen, wir fuhren mit dem Auto irgendwohin, kauften uns ein Eis (ich erhielt nur den Rest der Waffel mit ein wenig Eis, weil, "zuviel Eiscreme ist für Hunde nicht gesund", sagtest Du), und ich hielt im Sonnenstrahl, der durch die Balkontüre ins Wohnzimmer hinein schien, ein langes Schläfchen und wartete so, bis du von der Arbeit nach Hause kamst.

Allmählich verbrachtes du mehr Zeit auf der Arbeit als zu Hause mit mir, um "Karriere" zu machen. Auch verbrachtest du nun sehr viel Zeit damit, um einen "menschlichen Partner" finden zu können. Ich wartete immer geduldig auf dich, tröstete dich bei Liebeskummer und deinen Enttäuschungen und freute mich ebenso mit dir, als du Erfolg bei einer Frau hattest. Sie, jetzt ist sie deine Ehefrau, ist kein "Hundeliebhaber", aber trotzdem begrüßte ich sie in unserem Heim, respektiere sie und zeigte ihr, dass ich sie mag. Ich war glücklich, weil du glücklich warst!

Dann kam die Zeit, in der Babys zur Welt kamen. Ich teilte die Aufregung mit dir. Ich war von der glatten Haut und vom angenehmen Geruch des Babys fasziniert, so dass auch ich sie bemuttern wollte. Aber du und deine Frau dachten nur daran, dass ich den Kindern schaden und sie verletzen könnte. Daher musste ich die meiste Zeit nun verbannt in einem anderen Raum verbringen, Oh, wie ich sie lieben wollte, aber es war mir vergönnt, denn ich war ein "Gefangener der Liebe". Während sie anfingen zu wachsen, wurde ich ihr Freund. Sie zogen an meinem Fell, griffen auf wackeligen Beinen nach mir, stießen ihre Finger in meine Augen, forschten an meinen Ohren und gaben mir Küsse auf meine Schnauze.

Ich liebte alles an ihnen, besonders ihre Berührungen, weil Deine so selten wurden. Ich war soweit, dass ich die Kinder notfalls mit meinem Leben verteidigen würde. Ich war soweit, in ihre Betten zu schleichen, um ihren Sorgen und geheimsten Träume zuzuhören. Zusammen mit ihnen das Motorengeräusch deines Autos zu erwarten, während du in die Einfahrt fuhrst.

Vor langer Zeit, als man dich fragte, ob du ein Haustier hättest, zogst du aus deiner Brieftasche ein Foto von mir und erzähltest mit vollem Stolz über mich. Die letzten Jahre antwortest du nur noch mit "Ja" und wechselst das Thema. Ich war früher "Dein Hund" und bin heute "nur ein Hund"!

Dann hattest Du eine neue Karrieregelegenheit in einer anderen Stadt, und du und deine Familie zogen in eine Wohnung, in der Haustiere nicht erlaubt waren. Du hattest für dich und deine Familie die richtige Entscheidung zu finden, obwohl es einmal eine Zeit gab, in der "ich" deine Familie war. Mann oh Mann, hatte die Autofahrt Spaß gemacht, bis ich bemerkte, wo wir angekommen waren. Es roch nach Hunden und Katzen, nach Furcht und nach Hoffnungslosigkeit. Du fülltest Papiere aus und sagtest, dass du wissen würdest, dass man ein gutes Heim für mich finden würde. Die beiden Damen hinter der Theke zuckten mit den Achseln und zeigten dir einen geschmerzten Blick. Sie verstanden die Wirklichkeit, der ein Hund mittleren Alters gegenüberstand, ja sogar ein Hund mit "Papieren", Du hattest die Finger deines Sohnes von meinem Halsband lösen müssen, während er weinend schrie "Nein Papa, bitte lass mir meinen Hund nicht wegnehmen!" Ich wunderte mich in diesem Moment nur, wie du ihm gerade Lektionen über Freundschaft und Loyalität, über Liebe und Verantwortlichkeit beibringen konntest. Zum Abschied gabst du mir einen Klaps auf den Kopf, vermiedest dabei, mir in meine Augen zu schauen und lehntest höflich ab, mein Halsband und meine Leine mitzunehmen. Du hattest einen Termin einzuhalten, nun habe ich auch einen! Kurz nachdem du gegangen warst, sagten die zwei netten Damen, dass du vermutlich Monate voraus vom Umzug wusstest und somit auch eine Möglichkeit vorhanden gewesen sein musste, einen "guten Platz" für mich zu finden. Sie schüttelten ihre Köpfe und fragten sich ... "Wie konntest Du?"

Die beiden netten Damen widmeten uns ihre ganze Aufmerksamkeit, wann immer es ihre Zeit zuließ. Sie fütterten uns täglich und ausreichend, aber ich verlor meinen Appetit bereits vor Tagen. Anfangs, wann immer jemand an meinen Gehege vorbei ging, hetzte ich zur Frontseite und hoffte, dass du es bist, dass du deine Meinung geändert hättest und dass alles nur ein böser Traum war, oder ich hoffte, dass es zumindest jemand sein würde, der mich mögen könnte, der mich retten würde.

Aber die Wahrheit war, dass ich es nicht mit den liebenswerten, kleinen und so tolpatschigen Welpen aufnehmen konnte. Weltvergessen in meinem eigenen Schicksal zog ich mich in einer weichen Ecke zurück und wartete ab.

Eines Tages, es war am Nachmittag, hörte ich Schritte. Man holte mich ab, ich ging über einen langen Korridor, bis ich an dessen Ende einen Raum betrat. Es war ein seliger, ruhiger Raum. Die Frau platzierte mich auf einen Tisch, kraulte meine Ohren und erklärt mir, dass ich mich nicht zu sorgen hätte. Mein Herz schlug in voller Erwartung auf das, was da kommen sollte.

Gleichzeitig hatte ich ein Gefühl der Entlastung. Mir, dem Gefangenen der Liebe, gingen die Tage aus. Gemäß meiner Natur war ich mehr um die nette Frau besorgt, als um mich selbst. Ich erkannte, dass sie eine Belastung trägt, die tonnenschwer sein musste. Sie platzierte leicht einen Aderlass um mein Vorderbein, während eine Träne ihre Wange hinunterkullerte. Ich leckte ihre Hand in der gleichen Art und Weise, wie ich es bereits Jahre vorher tat, um dich zu trösten. Sie schob sachverständig die hypodermatische Nadel in meine Vene. Nachdem ich den Einstich und den Eintritt der kühlenden Flüssigkeit in meinen Körper verspürte, lehnte ich mich schläfrig zurück, schaute dabei in ihre freundlichen Augen und murmelte: "Wie konntest Du?". Möglicherweise verstand sie meine Hundesprache, denn sie sagte, "Es tut mir leid!". Sie umarmte mich hastig und erklärte, dass es ihr Job sei, mir einen besseren Platz zu verschaffen, wo ich nicht ignoriert, missbraucht oder verlassen würde. Einem Platz, an dem ich mich nicht verstecken müsse, einen Platz der Liebe und des Lichts, der so anders sei als auf Erden.

Mit meinem letzten Bissen von Energie wedelte ich mit meinem Schwanz und versuchte ihr so zu sagen, dass mein "Wie konntest Du?", nicht gegen sie gerichtet war. Ich dacht an dich, mein geliebtes Herrchen. Ich werde immer an dich denken und auf dich warten. Möge jeder dir in deinem Leben immer diese Loyalität zeigen.

Einige Worte des Autors:

Wenn "Wie konntest Du?" Tränen in Ihre Augen trieb, dann erging es Ihnen genauso wie mir, als ich dies schrieb. Jedermann ist es erlaubt diese Geschichte weiterzugeben, solange es einem nicht kommerziellen Zweck dient. Erklären Sie der Öffentlichkeit, dass die Entscheidung, ein Haustier in eine Familie aufzunehmen, eine wichtige für das Leben ist, dass Tiere unsere Liebe und unseren Respekt verdienen


Jim Willis.